Zu den Montessori Raritäten

Schreibe einen Kommentar
Allgemein
Webbanner_MontessoriRaritaeten2

Montessori-Materialien gibt es mittlerweile bewährte und auch nicht ganz so bekannte. Besonders Montessori-Einrichtungen, die vielerorts reich ausgestattet sind mit den bekannten Montessori-Hilfsmitteln, sind immer aufs Neue auf der Suche nach Produkten, die Innovatives verbinden mit den altbewährten Grundsätzen der Montessori-Pädagogik.

Der Hersteller von „Montessori Raritäten“ entwirft und produziert sehr interessante und sorgfältig aufgearbeitete Ergänzungen zu bewährten Montessori-Materialien. Besonders hervorzuheben sind dabei die Hefte mit Erzählungen und Geschichten, die die großen Zusammenhänge für die jungen Leser umfassend aufbereiten und darbieten.

Wer das bewährte Sortiment erweitern will, ist auf viel Erfahrung mit der Montessori-Pädagogik und im Umgang mit den Materialien angewiesen. Die Erfahrung leitete führte auch die Hersteller von Montessori Raritäten zum Entwurf ihrer Produkte, die Hilfestellungen für die tägliche Arbeit von Kindern und Pädagogen bieten sollen. Petra Braun ist Montessoripädagogin mit internationaler Ausbildung für 6-12 Jährige, hat langjährige Schulerfahrung als Rektorin einer städtischen Montessorischule und leitet zusammen mit Axel Winkler das Institut für Montessori Weiterbildungen.

Die Hersteller von „Montessori Raritäten“ beschreiben den Montessori-Ansatz, dem ihre Produkte entsprechen, wie folgt:

„Die Pädagogik von Dr. Montessori wird allgemein verstanden als eine Arbeit mit den Händen, die Hände greifen das Material und helfen zu begreifen. Das Material ist grundlegend für die Montessoripädagogik, aber es nicht alles.
Das Methodenrepertoire Montessoris ist größer. Für Dr. Montessori gehören Geschichten, Bildkarten, Zeitleisten,  Experimente u.a. mehr dazu. Für die Schulanfänger erzählt sie große Geschichten, die einen panoramaartigen Überblick über den Kosmos geben. Das Kind kann aus der Sicht auf das Ganze seinen Fragen nachgehen.
Dr. Montessori fordert uns auf, von Vorbildern zu erzählen. Von „Helden“ wie Erasthostenes, Fibonacci, Pythagoras und anderen hören die Kinder viele Geschichten, aber auch von den vielen namenlosen Helden, die Wichtiges für die Menschheit geleistet haben.“

Die umfassenden Geschichten, Zeitleisten und Experimente von Montessori Raritäten rahmen viele bekannte Montessori-Artikel ab, beispielsweise das Band zur Evolutionsgeschichte „Vom Leben auf der Erde“ eröffnet eine lebendige und mitreißende Erzählung zum Schwarzen Band.

So bekommen bewährte Montessori-Artikel einen erzählenden Rahmen, der die Kinder anspricht, sie motiviert und durch die Beschäftigung mit dem jeweiligen Thema narrativ trägt.

In Mathematik helfen – aber wie?

Schreibe einen Kommentar
Allgemein
Computandi Banner

Nicht wenige Kinder stehen den Zahlen von Anfang an unentschlossen bis feindlich gegenüber. Ich gehörte früher selbst zu denjenigen Schülern, für die sich trotz Fleiß und großen Willens Mathe nie wie selbstverständlich erschließen wollte. Durch auswendig Lernen (und der Nachhilfe meiner Großmutter, die als Mathelehrerin „einen Ruf zu verlieren hatte“) pufferte ich schließlich manchen Notenabfall ab, richtig gut jedoch wurde ich nie im Umgang mit den Zahlen. Bis zuletzt machte ich häufig „unsinnige“ Flüchtigkeitsfehler und manche mathematische Aufgabe erschloss sich mir einfach nicht. Mathematisches und Zahlenverständnis ist eben, wie viele andere Fähigkeiten auch, nicht zuletzt eine Sache der Veranlagung, des „Talentes“. Die abstrakten Zahlen und Rechenweisen erschließen sich zahlenaffinen Kindern von Anfang an mühelos. Viele andere Kinder jedoch bewegen sich häufig bereits im Zahlenraum bis 10 unsicher, spätestens, wenn die Finger nicht mehr zum Nachzählen reichen, ist der Abstraktionsgrad vollkommen und die Zahlen werden zu unpersönlichen, unfassbaren Zeichen. Dementsprechend zeigen sich dann auch spätestens bei den ersten Rechenübungen ernsthafte Hemmungen und Unsicherheiten in Mathematik.

Doch wenn mathematisches „Talent“ nicht geübt werden kann, wie kann man solchen Kinder helfen, und sollte man nicht lieber akzeptieren, dass ein Kind für diese Disziplin unbegabt ist, bevor man einen Grundschüler mit Förderung und Nachhilfe überschüttet?

Von Nachteil ist dabei eher eine zu späte und zu zögerliche Förderung. Werden die Schwierigkeiten eines Kindes in Mathematik nicht rechtzeitig erkannt und weder Lehrer noch Eltern reagieren, so entstehen über die Zeit erhebliche Defizite. Denn wo sich vielleicht der ein oder andere Schüler bei den kleinen Zahlenräumen gerade so noch übers Wasser hält und die Hoffnung der Eltern aufkeimen lässt: Was nicht ist, kann ja noch werden, widerlegen spätestens mit dem Ende der Grundschulzeit immer schlechtere Noten diesen Hoffnungsschimmer. Es ist in Mathematik nicht anders als in vielen anderen Fächern auch: Ein solider Einstieg macht eine gute, langanhaltende Basis aus. Im Umkehrschluss heißt das auch: Nicht rechtzeitig an die Hand genommen, entgehen manchem Schüler die Grundlagen für Mathematik. Und es ist leider häufig so: Wer einst das Einmaleins nur holprig gelernt hat, der wird auch im Erwachsenenalter eher zum Taschenrechner greifen beispielsweise.

Es geht dabei natürlich nicht darum, aus allen Kindern Mathe-Asse zu machen. Das eine Kind wird es leichter haben, das andere hingegen bis zuletzt ein „Mathemuffel“ bleiben. Eine erste „Baustelle“ also, um Kindern nicht die „Luft aus den Segeln zu nehmen“, ist, ihnen einen sanften Zugang zum Fach zu ermöglichen und also Druck rauszunehmen. Man muss Mathematik nicht lieben, um im Unterricht zu bestehen. Man muss nicht immerzu mit einem Sehr gut auftrumpfen, um motiviert an der Stunde teilzunehmen. Und man muss nicht Zahlen sofort können und verstehen. Es gibt Abhilfe.

Kommen wir also zurück zur Frage, wie den Schülern konkret im Fach Mathematik geholfen werden kann. Da die abstrakte Ebene der Zahlen und Mengen ein grundlegendes Problemfeld für nicht matheaffine Kinder ist, geht es darum, diese Abstraktion aufzulösen.

Dies geht in der Regel sehr gut, indem man Lernmittel nutzt, die die Abstraktion der Zahlen in fassbare, begreifbare Art zeigen, sodass die Kinder eine Vorstellung entwickeln von den Zahlen, den Mengen und den Grundrechenarten. Dies glückt insbesondere mit Materialien, die taktile und optische Sinne verbinden. Alle Hilfsmittel also, die die Abstraktion der Zahlenwelt verdinglichen, helfen den Schülern, die Zahlen zu be-greifen.

Zwei Beispiele seien im Folgenden genannt:

Die Dezimalrechensätze lehnen sich am System der alten und bewährten Rechenstäbchen an. Die Zahlen selbst sind begreifbare Stangen, die man miteinander gut vergleichen kann. Ein längerer Stab bedeutet eine größere Zahl usw. Diese Dienes-Rechensätze sind verdinglichte Zahlen, so können sich damit auch Kinder zurechtfinden, sogar bevor Sie mit konkreten Zahlen in Berührung kommen und intuitiv verstehen sie auch Addition und Division.

Eine weitere Bereicherung ist das Spiel Computandi, das im Team gespielt werden kann, durch den spielerischen Charakter ohne Strenge auftritt und die Kinder in Wettbewerbstimmung versetzt, ohne Druck zu erzeugen.

Es ist mir auch wichtig, zu guter Letzt für den klassischen „alten“ Rechenrahmen eine Lanze zu brechen. Immer mehr Schule besinnen sich wieder darauf, auch älteren Schülern wird ein Abakus häufiger ein Hilfe sein. Den Abakus gibt es seit fast 3000 Jahren und es ist nicht nur sein geschichtliches Alter, das dafür spricht, dass sich das System der Schüler-Rechenrahmen bewährt hat. Sobald man die Zahlen mit der Kugelmenge bzw. der jeweiligen Reihe identifiziert hat und damit vertraut geworden ist, ist die Durchführung aller vier Rechenarten damit mit sehr flotter Hand möglich. Dieses Video führt es eindrücklich vor.

Es gibt viele andere sehr gute Hilfsmittel, die den abstrakten Zahlenraum konkretisieren. Schauen Sie hier nach unseren weiteren bewährten Lernmittel für den Mathematikunterricht.

(A. Linz)

Die Uhr tickt und muss von jedem Kind gelernt werden

Schreibe einen Kommentar
Allgemein
DSC09861_bearbeitet

Ab dem 25.10.2015 ist wieder Winterzeit. Das zweite Mal im Jahr werden auch Erwachsene sich bewusst ihren Uhren im Haushalt zuwenden. Eine willkommene Gelegenheit, den Kinder zu erklären, warum die Nacht „länger“ wird: Können sich Ihre Kinder etwas unter der Zeit vorstellen und die Uhr lesen?

Um die Uhr lesen zu lernen, gibt es von verschiedenen Herstellern optimales Anschauungsmaterial. Es gibt Stoppuhren, Sanduhren, Stempeluhren, Uhren mit sichtbarem Innenleben. Die Sanduhr kennen viele Kinder bereits – aus dem Bad beim Zähneputzen. Nicht ganz so einfach ist der Umgang mit der Zeit, sobald Zahlen auftauchen, die im Kreis angeordnet ohne Unterlass von zwei verschiedenen Zeigern rhythmisch abgetastet werden.

Die Uhr lesen zu können ist wichtig, denn damit verbunden ist ein Reifungs- und Lernprozess. Die Kinder lernen beispielsweise dadurch erst die Dauer von Beschäftigungen nicht nur einzuschätzen, sondern konkret abzulesen, sie werden somit selbständiger. Nicht unerheblich ist es auch, dem diffusen Begriff der Zeit einen messbaren Rahmen zu geben, damit Kinder lernen, sich an vereinbarten Zeiten einzuhalten, wenn es beispielsweise darum geht, vom Spielnachmittag bei den Nachbarkindern pünktlich nach Hause zu kommen, oder zur vereinbarten Zeit ins Bett zu gehen.

Die Zeit definiert den gesamten Alltag und die Kinder kommen schon früh damit in Berührung. Bereits Krippenkinder kennen die Hast, es schnell zu einer bestimmten Zeit in die Kita zu schaffen. Spätestens mit dem Schuleintritt ist die Zeit die Konstante, die Unterrichtsstunden und Pausen definiert und somit mindestens bis in den frühen Nachmittagsstunden jedes Schulkind begleitet.

Aber auch im Unterricht selbst ist die Kenntnis der Uhrzeit unerlässlich: Für Schüler im Mathematik- und Sachkundeunterricht gibt es großformatige Demo-Uhren, Lernuhren, Kartenspiele mit Zeit-Rechenaufgaben, Lehrerhandreichung und Kopiervorlagen. Jeder Unterricht kann mit passendem Uhren-Material spannender gestaltet werden.

Etwas ganz Besonderes ist der Time Timer. Er verhilft durch eine optische Darstellung der Zeit dem Schüler zu mehr Zeitgefühl und Konzentration bei Hausaufgaben und Klassenarbeiten – und dies auch ohne genaue Uhrzeitkenntnis. Stöbern Sie doch mal durch die Artikel zu Zeit und Uhr bei Spielundlern.de.

Wie haben Sie früher die Uhr lesen gelernt und in welchem Alter? Gerne können Sie dazu in den Kommentaren berichten.

(A. Glawleschkoff, A. Linz)

Lernsoftware von Budenberg

Schreibe einen Kommentar
Allgemein
Budenberg_bearbeitet

Wir haben die ausgereifte und hochwertige Lernsoftware von Budenberg getestet.

Es gibt viele Kinder, denen macht das Lernen am Computer mehr Spaß als mit Buch, Stift und Papier. Viele der heutigen Schüler sind technikaffin und nehmen Lerninhalte in der Interaktion am Bildschirm schneller und besser wahr. Dies stelle kürzlich auch eine repräsentative Erhebung zum optimalen schulischen Lernen fest. Wichtig ist es, diese Computeraffinität anhand von geeigneter Lernsoftware fruchtbar zu machen und in sinnvolle Bahnen zu lenken – im besten Falle den Kindern damit ein Instrument an die Hand zu geben, mit dem sie Freude haben, aber auch lernen können.

Weiterlesen

Bewegungsspiele bringen Jung und Alt zusammen

Schreibe einen Kommentar
Allgemein
1502166_bearbeiten

Sportliche Aktivitäten beeinflussen positiv die Körperhaltung und fördern ein gutes Körpergefühl. Leider ist nicht jedes Produkt im Handel für eine starke Beanspruchung von Kindern geeignet. Sportspielgeräte für Kindergarten und Schule unterliegen besonderen Prüfungen und werden von mir auch für den privaten Einsatz empfohlen. Sie müssen stabil und gut durchdacht sein sowie die Bewegungslust anregen.

Da sind zum Beispiel die abenteuerlisten Geh-Fahrzeuge (auch im Tandem!) für Koordinations-Künstler, die Rollbretter für Surf-Wagnisse und die Balancierbretter und -landschaften für Gleichgewichts-Könner ganz wundervolle Spielgeräte für Kinder unterschiedlichen Alters.

Eine günstige motorische Entwicklung, eine erhöhte Stressresistenz und emotionale Ausgeglichenheit – all das kann Bewegung bewirken. Viele Sport-Spiel-Geräte sind auch für die Therapie und für Senioren geeignet. Und hier schließt sich auf ganz wundervolle Weise der Kreis, das Enkelkind und die Großeltern finden mit Sport-Spiel-Geräten zueinander und haben zusammen ihren Spaß.

(A. Glawleschkoff)

Erst Diagnostik – dann Förderung

Schreibe einen Kommentar
Allgemein
DSC09703_bearbeitet_2

Hat ein Kind eine Lese- Rechtschreib-Schwäche oder eine Rechenschwäche? Ist seine Sprachentwicklung altersgerecht?

Dabei geht es immer darum, ob sich diese speziellen Fähigkeiten von der normalen kindlichen Entwicklung der Altersgruppe, aber auch von der sonstigen Intelligenz unterscheiden. Wenn sich die gesamte Entwicklung verzögert, wird man nicht von einer Teilleistungsstörung sprechen.

Bei der Einschätzung helfen zuverlässig psychologische Testverfahren. Solche Verfahren werden wissenschaftlich entwickelt und standardisiert. Für ihre Interpretation braucht man das entsprechende Fachwissen.

Das Bielefelder Institut für frühkindliche Entwicklung statuiert, dass Probleme beispielsweise bei Lese-Rechtschreib-Schwäche häufig daher rühren, dass diese Leistungsstörung zu spät erkannt wird. Ein „zu spät“ bedeutet schon ab der 3. Schulklasse – dem Zeitpunkt wo die meisten LRS-Diagnosen gestellt werden – und hat zur Folge, dass die betroffenen Kinder, trotz geeignete Förderung, im Schulstoff den anderen Schülern „hinterherhinken“. Das Wissensdefizit erzeugt zusätzlichen Druck und kann auch zur übereilten Entscheidung führen, das Kind lieber auf eine Förderschule zu versetzen oder eine Klasse wiederholen zu lassen. Dies alles verunsichert die ohnehin labile Motivation der betroffenen Kinder und untergräbt endgültig die Lernlust.

Weiterlesen

Fördern durch Spielen – spielend lernen

Schreibe einen Kommentar
Allgemein
DSC00813_bearbeitet

Kann man „trockene“ Rechenaufgaben oder „stures“ ABC-Üben spielerisch lernen? Und trotzdem gut in der Schule sein? Und geht dies auch für Legastheniker? Und bei Rechenschwäche? Ja!

Die enge Verbindung von Spielen und Lernen wirkt sich günstig auf die kreativen und motorischen Fähigkeiten aller Kinder aus. Leseschwäche, Rechenschwäche, Artikulation und Hören werden mit Lernspielen und Lernsoftware positiv beeinflusst. Gerade in der inklusiven Schule und in Förderschulen und Kindergärten profitieren die Kinder von bewährten Hilfsmitteln zum selbstgesteuerten Lernen.

Weshalb die Verbindung von Lernen und Spielen keine kurzlebige „Modeerscheinung“ ist, sondern uns „im Blut“ liegt und daher auch besonders effektiv ist, darüber handelt dieser erste Text in unserem Blog. Zum Schluss gibt es einige Tipps über bewährte Lern-Spiele.

 

Spielen und Lernen als bewährtes „Ur-Paar“

Auf den ersten Blick überrascht es vermutlich, dass Spielen und Lernen seit jeher eng miteinander verbunden sind. Häufig erleben wir es im Alltag anders: Es wird gearbeitet, danach erst gespielt. Die Kombination von Spielen und Lernen ist aber evolutionär gesehen die ursprünglichste Form des Zugangs zu Unbekanntem und somit zentral in der Entwicklung. Bis heute beobachten wir dies bei unseren Haustieren: Die Katze mit dem Wollknäuel und der Hund mit seinem Stöckchen sind in ihrem Ursprung spielerisches Lernen von Kampf und Jagd.

Weiterlesen